Skitourenwoche Realp
13.03.2010 - 20.03.2010


Verfasser: Ann
Teilnehmer: Tourenleiter: Hanspeter Helbling, Peter Muff
Ort/Region: Realp

Photos:
Keine Alben vorhanden

Sa, 13.März (Anreise)
Individuelle Reise am Nachmittag nach Realp, 1538 m, in die Pension Furka und Wellcome-Apéro zu Hanspeters Geburtstag. Beim Abendessen wird weiter erzählt, diskutiert und gelacht, dass der Lärmpegel bemerkenswert ansteigt. Die Höhenmeter können kommen…

So, 14.März, Albert Heim Hütte, 2543 m (1000 Hm)
Pünktlich starten wir in zwei Gruppen vom Dorf, in angenehmem Tempo gehts stetig bergauf. Prächtiges Bergwetter und sogar wolkenlos gegen Süden, jedoch echt kalt (-10°C). Über die Ochsenalp gelangen wir zum schönen Gipfelkreuz „Auf den Stöcken“ mit fantastischem Panorama auf Galenstock, Gr. Furkahorn, P. Lucendro, Rotondomassiv, P. Centrale und vielen anderen Trabanten. Anschliessende gemütliche Mittagspause in der Albert Heim Hütte mit viel Sun and Fun: Hüttensuppe, Proviant aus dem Rucksack und Jucki-Wein (soll Standard sein, merke ich schon bald). Danach ziehen wir unsere Schwünge im Pulverschnee nach Realp.

Mo, 15. März, Winterhorn, (400 Hm, Tourabbruch)
Kurzer Transfer per Auto nach Hospental, 1493 m. Dann trappen wir bei Nebel, leichtem Schneefall und Wind auf Hampes Komfortspur hinauf. Die Sessel hängen eiskalt über uns, denn die Bahn fährt nicht mehr seit diesem Winter. Für den Zwischenhalt nach ca. 1 Std. Hm besetzen wir als Windschutz einen leeren verlotterten Wohnwagen und lassen uns auf die weichen Sofas nieder. Die Truppe organisiert sich gleich selbst. Tschäpps ist Türsteher. Heinz erleichtert seinen vollen 45 L-Rucksack: Wein im Zinnbecher, dazu grüne Spargeln mit Majonnaise, ein Fleischplättli und Basler Läckerli etc., kurz gesagt, ein Indoor-Gipfelgelage. Hier ist dann auch der heutige Wendepunkt. In diesem kleinen Gehäuse wird der SKRJ-Lärm immer lauter, und die Sicht nach oben ist inzwischen nicht besser geworden. Die Abfahrt erweist sich wiederum als ein Genuss im Pulverschnee.

Di, 16. März, Hotel Galenstock, 1995 m (450 Hm, Schlechtwetterprogramm)
Schneefall und Wind beidseits des Furkatunnels. Wir brechen etwas später auf. Im Rudel klappern wir ein Stück der Passstrasse entlang und dann Richtung Galenstock-Hotel, das im Winter jedoch geschlossen ist. Wir finden trotzdem Unterschlupf in einem Vorraum. Nebst Wind und Schnee ist die Sicht miserabel. Wiederum vorzeitiges Abbrechen und vorsichtiges Abfahren hinunter ins Dorf zur nächsten Beiz zum Aufwärmen.

Mi, 17. März, Tälligrat, 2748 m (1200 Hm)
Heute erwarten wir die Sonne, aber sie scheint anfangs noch sehr schwach und ein kalter Wind bläst um die Ohren. Der Tross zieht im Neuschnee davon Richtung Rotondohütte, zuerst ein Hatsch für Langbeiner, dem Schreiberling gefällt das gar nicht. Endlich die ersehnte Abzweigung in richtiges Gelände. Schon während des Aufstiegs träume ich von einer genialen Abfahrt in diesem leichten Tiefschnee. Den Gipfel erreichen wir bei Bilderbuchwetter mit wunderbarer Aussicht auf den markanten steilen P. Lucendro, wo einige Tourengänger perfekte Kurven hinterlassen. Das tun wir auch nach einer ausgiebigen Mittagspause: Einfach fantastisch diese traumhaften Hänge. So macht Skifahren Spass und gibt aber grossen Durst. Auf der Sonnenterrasse in Realp blicken wir nochmals zurück auf unsere wirklich sehenswerten Abfahrtspuren.

Do, 18. März, Winterhorn, 2660 m (1200 Hm)
Massenstart in Hospental von 18 Personen zum zweiten Versuch. Wir schwitzen bereits bei den ersten Höhenmetern trotz leichtem Wind. Bevor wir bei unserem Camper ankommen hat Bruno bereits Liegenstühle und Sofas in die Sonne positioniert für die Zwischenpause. Unser Fotograf nimmt immer wieder einen Sprint in Kauf, um die Gruppe in Szene zu setzen. Weiter steigen wir immer höher über sanfte Hänge mit viel versprechender Abfahrt. Die eine Gruppe nimmt noch einige Spitzkehren und die letzten Meter zu Fuss in Angriff. Auf dem Gipfel trotz Schleierwolken gute Rundsicht. Danach kurven wir vergnügt im Tiefschnee, der weiter unten aber immer schwerer wird. Der Frühling lässt grüssen.

Fr, 19. März, Stotzigen Firsten, 2752 m (1200 Hm)
Tag der Varianten: Sascha und Bettina reis(s)en aus nach Zermatt, die Schneeschuhläuferinnen Iris und Brigitte machen einen Trip auf den Oberalppass. Das übrige Tourenvolk packt an zur wohl schönsten Tour dieser Woche. Es ist schon recht warm, leichte Wolken verziehen sich rasch und die Berge ringsum zeigen sich von der besten Seite. Schweigend steigen wir hoch, nix Radio, denn wir verpuffen keine unnötige Energie, das harmoniert sichtlich. Gemeinsam erreichen wir den Gipfel und geniessen die wunderschöne alpine Bergwelt. Die Abfahrt ist rassig mit Vorfahrer Peter und erfordert gute Kondition bis am Schluss. Abends liegen süsse Zermatter Überraschungen von den Globetrottern auf dem Tisch und von Pia erfahren wir noch ein weiteres Talent, das Dichten. Mit viel Witz und Humor hat sie alle äusserst treffend in Mundart auf die Schippe genommen, was mit herzlichem Applaus bestätigt wird.

Sa, 20. März (Abreise)
Wegen Föhn und entsprechendem Wärmeeinbruch haben wir keine Lust mehr für eine Good-bye-Tour. Der garantierte Deckelschnee würde uns noch die gute Laune vermiesen. Ein herzliches Dankeschön an unsere Tourenleiter für diese Plaisir-Pulverschneewoche mit Gaumenschmaus: Beschaulich und komfortabel unterwegs sein in alpiner Landschaft, geprägt von toller Kameradschaft.

Ann








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