3 Tage im Monte Rosa Gebiet
28.08.2008 - 30.08.2008


Verfasser: Georges
Teilnehmer: Egon, Martin, Georges
Ort/Region: Wallis

Photos:
  

Martin, Egon und ich fuhren am 28. August von Rapperswil ins Wallis mit dem Ziel, die Dufourspitze und ein paar andere 4000er zu besteigen. Eine bessere Wetterprognose für die nächsten Tage konnte man sich gar nicht vorstellen, denn ein stabiles Hoch hatte sich bereits über der Schweiz ausgebreitet und soll noch einige Tage hier verharren.

Zügig erreichten wir Zermatt und luden noch einiges an Proviant in die bereits gut gefüllten Rucksäcke. Die Gornergratbahn brachte uns auf den Rotenboden, von wo aus die Monte Rosa Hütte in ca. 2.5 Stunden zu erreichen ist. Vom Wanderweg aus hatten wir einen phantastischen Blick in die Zermatter Bergwelt.

Der Aufstieg zur Hütte verlief problemlos. Der Weg über den Gletscher ist gut markiert und eine Brücke hilft eine heikle Spaltenzone zu überwinden. Dank den warmen Temperaturen konnten wir einen gemütlichen Nachmittag um die Hütte herum geniessen.

Freitag Morgen 02:00 Uhr war aufstehen angesagt. Wir waren schon erstaunt, dass nur 3 Grüppchen beim Morgenessen waren. Kurz vor 3 Uhr marschierten wir mit den kompletten Rücksäcken los in die stockdunkle Nacht hinaus. Knapp 1900 Höhenmeter standen vor uns. Trotz der 1000 Steinmännchen in allen Richtungen fanden wir den Weg zum Einstieg an den Gletscher. Im untersten Teil war dieser ordentlich zerklüftet und bedurfte einiger kleiner Umwege. Schon bald verschwanden die Spalten aber unter einer kompakten Schneedecke und bereiteten uns keine Sorgen mehr.

Zügig ging es aufwärts. In der Gegend um 4000 Meter machte mir die enorme Höhe einmal mehr zu schaffen und so mussten wir die letzten Meter hinauf zum Silbersattel ungewohnt langsam in Angriff nehmen und auch auf die Besteigung des Nordend verzichten.

Vom Silbersattel sind es nicht einmal mehr 100 Höhenmeter auf den Gipfel. Ein dickes Fixseil - zwar teilweise eingeschneit - erleichterte den Aufstieg ungemein. Nach gut 6 Stunden standen wir also auf dem höchsten Punkt der Schweiz, der Dufourspitze, auf 4633 Meter über Meer.

Nur wenige Leute sind auf dem Gipfel. Temperatur super, Wind super, Panorama super, Gefühl mulmig. Letzteres nach dem Anblick des Grenzgrates hinunter zum Grenzsattel.

Rücksicht nehmend auf 2 "Mulmige" musste Egon halt auch umkehren und den nicht mehr enden wollenden Abstieg in die Monte Rosa Hütte in Angriff nehmen. Der Weg in die Cap. Margherita wäre so viel kürzer und gelenkschonender gewesen aber eben, in den Bergen kann man halt nicht mit Allen überall durch.

Am frühen Nachmittag erreichten wir wieder die Hütte und hatten genug Zeit um unsere lädierten Füsse zu pflegen. Jeder Blick zum Gipfel löst ein Hochgefühl aus. Ist schon ein verdammt weites und langes Stück das man zurücklegen muss, vor allem in dieser Höhe.

Am Samstag durften wir dann mit der zweiten Schicht um 7 Uhr zum Morgenessen. Ich habe selten so gut geschlafen in einer Hütte, wie in dieser Nacht. Egon's Tourenplan war ordentlich über den Haufen gerührt worden und eigentlich war es allen Recht nun gemütlich den Heimweg anzutreten. Fast hätten wir noch mit dem Helikopter ins Tal fliegen können aber das wären dann der guten Eindrücke zu viel gewesen. Es waren auch so drei Tage, die ich wohl nicht mehr vergessen werde.

Danke an Egon für die Organisation und Rücksichtsnahme.

Martin hat noch ein paar wunderbare Panoramen erstellt:
Panorama 1
Panorama 2
Panorama 3
Panorama 4
Panorama 5
Panorama 6











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