Zweitagestour Basodino
07.04.2007


Verfasser: Georges
Teilnehmer: 5
Ort/Region: Tessin und Italien

Photos:
    

Nicht zum ersten Male ging es diesen Winter aufgrund der Schneeverhältnisse in Richtung Bedrettotal im Tessin. Egon hat eine schwere Zweitagestour angekündigt, dies vor allem der erforderlichen Kondition wegen.

Am ersten Tag ging's von All Acqua (1614m) via Passo San Giacomo auf's Helgenhorn (2837m) und von dort weiter zum Rifugio Maria Luisa (2160m) das bereits auf italienischen Boden liegt. Der Samstag sollte zum Einlaufen genutzt werden, denn richtig streng soll es erst am Sonntag werden. Unsere kleine Gruppe von 5 Personen (Gisi, Egon, Hanspeter, Walti und Georges) kam flott voran und konnte bei schönstem Sonnenschein eine prima Tour mit anschliessendem Sonnenbaden bei dem Stausee leicht oberhalb der Maria Luisa Hütte geniessen

Schon um halb sechs Uhr war am Sonntag Tagwache und knapp eine Stunde später waren wir alle abmarschbereit. Erstes Tagesziel war der Basodino (3272m) den wir via Kastellücke in Angriff nahmen. Wir waren an diesem Morgen die ersten die von der Hütte aus aufgebrachen. Wiederum war es bereits am Morgen früh angenehm warm und unsere Gruppe harmonierte bestens, so dass wir zügig vorankamen. Knapp hundert Meter unter dem Gipfel, also schon gut über 3000 Metern, staunten wir nicht schlecht als uns plötzlich eine Katze miauend vom Gipfel her entgegenkam. Nach kurzer Begrüssung folgte sie uns mit auf den Gipfel. Schlecht genährt sah die Katze nicht aus aber die abgestellten Rucksäcke wurden von ihr sofort inspiziert. Angesichts der Tatsache, dass der Basodino ein beliebtes Tourenziel ist und der Tag erst richtig angebrochen ist, konzentrierte sie sich vorerst nur auf die leckeren Fleischbeilagen.

Als wir die nächsten Gruppen herannahen sahen, entschlossen wir uns aufzubrechen und die Abfahrt in Angriff zu nehmen. Über den breiten Basodino-Gletscher fuhren wir hinab nach Robiei. Im unteren Teil waren die Schneebedingungen aufgrund der hohen Temperaturen schon recht anspruchsvoll. Für April hat es aber noch super viel Schnee in der Region, sodass wir problemlos bis Robiei hinunter fahren konnten. Alle verspürten ordentlichen Durst, sodass wir einen Zwischenhalt in der sehr schönen Cap. Basodino des SAC (1856m) einlegten. Eigentlich würde die erbrachte Leistung bereits genügen um einen ruhigen Jassnachmittag in der Hütte geniessen zu dürfen. Dummerweise stand auf unserem Tagesplan aber noch Aufstieg zur Cristallina-Hütte (2575m) und von dort noch weiter via Scharte beim Pne Val Piana nach All Acqua. Also nichts mit gemütlich Jassen sondern Felle aufkleben und weiter geht's. Die Sonne brannte unerbärmlich und die zugeschneite Strasse zu den oberen Stauseen schien sich unendlich in die Länge zu ziehen. Nach einem vereisten Tunnel bogen wir rechts ab und ab da ging's auch wieder steil bergan. Wir kämpften uns richtiggehend den Berg hinauf. Leider mussten wir dann auch erkennen, dass eine Zwischenabfahrt zum See unterhalb der Cristallinahütte nochmals 100 Höhenmeter Zusatzanstieg bedeuteten. Zum Glück war der See noch soweit gefroren, dass wir eine Überquerung wagen konnten. Gestärkt mit Traubenzucker nahmen wir nun den letzten Hüttenaufstieg in Angriff. Schon schön, dass es in den SAC Hütten Cola gibt!

Wiederum war die Pause nur von kurzer Dauer. Nochmals standen zwei kleinere Anstiege vor uns. Via den Ghiaccio di Valleggia erreichten wir dann endlich den Sattel unterhalb des Pne Val Piana wo wir wussten, dass es nun nur noch hinunter an den gestrigen Ausgangspunkt bei All Acqua geht. Der Schnee war zu der fortgeschrittenen Tageszeit nicht mehr zu loben, sodass auch die letzte Abfahrt mit der richtigen Einstellung in Angrff genommen werden musste. Müde aber sehr zufriden erreichten wir nach 11 Stunden unser Auto und konnten schon bald - nach einer erneuten Stärkung - die Heimreise antreten.








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