Bericht der Tanz-Wellness-Tourentage
01.03.2007 - 04.03.2007


Verfasser: Gabi
Teilnehmer:
Ort/Region: Wallis, Fiesch

Photos:
  

Am Donnerstag, den 1. März pünktlich um 7.00 Uhr trafen sich 32 gutgelaunte Skiklübler auf dem "Ferrariparkplatz". Nach einem Kaffeehalt in der Autobahnraststätte Erstfeld führen wir bei Wind und Regen weiter nach Andermatt, wo sich eine wetterfeste Gruppe von ca. 12 Personen voller Zuversicht ins "Weiss" (Schnee, Nebel) wagte.

Türeler: Unsere Gruppe fuhr mit dem Zug nach Oberalp um von dort aus die Fällilücke ca. 2400 m üM zu erklimmen. Nach einem Aufstieg von ca. 1 ½ std. konnten wir die erste Wellnesstourabfahrt in Pulverschnee geniessen. Trotz schlechter Sicht fanden wir den Weg nach Oberalp zurück. Mit dem Zug wieder nach Andermatt, wo wir dann unsere restlichen Wellnessmitglieder trafen. Diese konnten kaum glauben, welch ein Genuss es im Tiefschnee war!!

Die Zurückgebliebenen schlenderten durch das malerische Dörfchen. Bei Kaffe und Tee wurde dann kurzfristig ein ca. 4 stündiges Programm auf die Beine gesellt. Die einen haben sich für den Jass- und die andern für den richtigen Marathon entschieden. Eine kurze Verpflegungspause wurde selbstverständlich eingeplant.
Etwas abgekämpft trafen wir dann um ca. 14.00Uhr unsere zurückkehrenden "nebelgebräunten" Türeler.
Weiter gings endlich ins Fieschental. Kaum angekommen in Hotel Alpenblick wurde die Wellnessanlage gestürmt und der Champagner floss in Strömen.
Nach einem reichhaltigen Abendessen riss uns Bludi mit seinem Sound von den Stühlen. Er hat alles gegeben, damit wir einen wunderschönen Abend erleben konnten, so nach dem Motto:
Um froh zu sein bedarf es wenig und wer froh ist, ist ein König

(Doris und Eveline)

Freitag, den 2. März 2007

Um 8.00 Uhr versammelte sich die ganze Bande zum Frühstück und hatte dann noch 2 Stunden Zeit zum sich für den Start bereit zu machen, da das Wetter sich von der negativen Seite zeigte. Es regnete und der Himmel war tief verhangen. Um 10 Uhr gings dann per Auto nach Bellwald. Dort angekommen waren wir im tiefsten Winter. Es war herrlich. Jeder schnappte sich seine Tageskarte. Wir teilten uns in 3 Gruppen auf und los ging das Tiefschnee fahren. Jeder übte fleissig, die meisten von uns machten mindestens 1x mit dem Pulverschnee nähere Bekanntschaft, zum Vergnügen aller anderer. Die Sicht verschlechterte sich zunehmends und das Restaurant füllte sich mehr und mehr. Zuerst sassen einige im falschen, noch nicht geöffneten Restaurantteil und assen ihren Lunch, was gar nicht positive gewertet wurde. Dann fanden jedoch alle das "richtige" Restaurant. Die einen schliefen, einige jassten und noch mehr sangen zum Klang von Geni's Mundharmonika.

Wieder im Hotel, genossen die einen ein bisschen Ruhe im Zimmer oder im Wellnessbereich. Dort wurde fröhlich, heiss und nass weiter gefeiert. An der Bar gab's einen Apéro gespendet vom Skiclub. Herzlichen Dank!.

Beim Abendessen wurden wir wiederum von Bludi's Musik begleitet. Somit wurde das Essen auch gleich immer wieder beim Tanzen verdaut. Die Stimmung war gut, es wurde viel getanzt und gelacht. Nachdem Bludi's Tanklokal schloss, fand man sich in der Bar zu einem "Schlummi" wieder und siehe da, dort wurden wir noch mit Gitarrenmusik einer anderen Gruppe unterhalten. Wiederum sang jeder mit. Nach und nach wurde die Truppe immer kleiner bis letztendlich auch der letzte den Weg ins Bett fand.
(Claudia)



Samstag, 3. März 2007

Wie am Vortag, war auch wieder für 8.00 Uhr Frühstück angesagt. Das bedeutete um 7.00 Uhr aufzustehen. Ein Blick aus dem Fester verhiess nichts Neues. Der Himmel war verhangen, es schneite ganz leicht, die Wiese vor dem Hotel war weiss; aber irgendwie bildete ich mir ein, dass es an diesem Tag besser werde als tags zuvor.

Während des Frühstücks veränderte sich die Situation dramatisch. Der leichte Schneefall veränderte sich in plätschernden Regen. Man musste annehmen, dass es relativ hoch hinauf regnete. Der Tagesbefehl wurde ausgegeben: Abfahrt um 11.15 Uhr nach Fiesch, um von dort ins Skigebiet zu fahren und die Pisten und allenfalls die Neuschneehänge unsicher zu machen.Die Zeit wurde überbrückt mit Jassen, Diskutieren, Spazieren; einige nutzten die Gelegenheit, um etwas fehlenden Schlaf nachzuholen.

So gegen 11.00 Uhr standen (fast) alle mit Ski samt notwendiger wetterfester Ausrüstung bereit, das nächste Abenteuer in Angriff zu nehmen.

Der Parkplatz in Fiesch bot extrem viele Parkmöglichkeiten. Man war wirklich frei in der Auswahl. Dann also rauf über die lange Treppe zur Talstation. Der Blick auf die Anzeigetafel der offenen Skipisten war ernüchternd. Eggishorn, geschlossen. Bettenhorn geschlossen, ja was war denn offen ausser den Kinderliften? Es blieb nicht viel übrig, das eine Investition in eine Halbtageskarte von CHF 41.-gerechtfertigt hätte.

Nächste Etappe. Wir fahren direkt auf die Bettmeralp. Runter die Treppe, rein ins Auto, weiter. Schade um die Parkplatzgebühr.

Der Parkplatz bei der Talstation zur Bettmeralp war ziemlich voll. Wir stiegen direkt vor dem Eingang zu den Liften aus dem Auto aus. Kaum hatten wir den Kofferraum geöffnet, kam schon die erste Reklamation. Es herrschte spürbare Nervosität. Die ankommenden und die abreisenden Gäste mit ihren hoch beladenen Wägelchen und die Tagestouristen kamen sich unweigerlich in die Quere. Es war Rush Hour in Reinkultur. Wir hatten uns den idealen Tag und die ideale Tageszeit ausgesucht. Der anwesende Bergbahnangestellte machte uns keine grossen Hoffnungen auf besseres Wetter, aber auch davon liessen wir uns nicht abhalten. Also rein ins Getümmel. Es war wie zur Hauptferienzeit an einem Hauptbahnhof. Anstehen am ersten Lift, anstehen am 2. Lift, Gegenverkehr mit Tonnen von Gepäck, anstehen am Billettschalter, endlos anstehen an der Bahn immer Gefahr laufend, von kippenden Wägelchen, runterfallenden Gepäckstücken oder Skis erschlagen zu werden.

Irgendwann so gegen 13.00 Uhr waren wir dann alle oben und interessanterweise waren wir dann auch bald auf der Piste. Endlich. Zwischendurch wurden wir Zeugen davon, wie auf der Bettmeralp die Logistik funktioniert. Ich glaube nicht, dass dieser Ferienort aus unserer Gruppe zusätzliche Gäste gewinnen konnte.

Endlich auf der Piste, teilten wir uns in drei Gruppen auf und dann ab in den Tiefschnee. Schon bald waren wir am Lift. An einem Tellerlift, einige von uns hatten damit noch keine Erfahrung. Aber vorerst kamen wir gar nicht dazu, damit transportiert zu werden. Wir befanden uns auf dem Gebiet der Riederalp und leider war unsere Tageskarte nicht gültig. Der anwesende "Wärter" hatte erst nach einigen Minuten Lust, uns auch ohne gültiges Billet auf den Lift zu lassen. Wir hatten wiederum zusätzlichen Gesprächsstoff über die ausgeprägte Gastfreundlichkeit der Walliser.

Dann kam das dicke Ende. Die Schreibende fiel ca. auf halber Strecke vom Tellerlift und musste sogar von Toni Janser "abgeschleppt" werden, bis im dichten Nebel eine Piste sichtbar wurde. Retour konnte ich nicht mehr, da ich ja immer noch kein gültiges Ticket hatte. Toni verliess dann seine Gruppe um mich "zurückzuführen". Der Nebel war so dicht, dass wir zeitweise kaum auf den Boden sehen konnten, ein Anschluss an die Gruppe war hoffnungslos. Wir fuhren dann von Lift zu Lift, teilweise am Pistenrand damit wir die Markierungen nicht aus den Augen verloren. Aber wir fuhren Ski. Irgendwann war dann auch für uns genug und wir begaben uns zum vereinbarten Treffpunkt, wo die meisten unserer Gruppe bereits zu Mittag gegessen hatten. Zum Tagesverlauf passend, verzog sich der Nebel und die Sonne zeigte ihr wahres, strahlendes Gesicht. Das war die Gelegenheit für einige, doch noch einige anständige Abfahrten zu wagen.
Die SKRJ-Mitglieder organisierten sich dann individuell, um ins Hotel zurückzukehren.

Die einen wollten ins Wellness, die anderen nochmals Ski laufen. Schnell teilte man die Autos anders ein und somit fuhren heuer Claudia und Heinz mit Hansruedi wieder zurück ins Hotel. Das heisst, zuerst musste das Auto angeschoben werden, da die Batterie nicht mehr wollte. Das ging perfekt im Rückwärtsgang. Dann - oh je - wo war das Parkticket? Bei Marlies und nicht bei Hansruedi. Na, wie kommen wir hier denn nun raus? Willi war ja auch noch da!! Er steckte das Ticket rein, die Barriere hob sich, Willi fuhr schnell hindurch, Hansruedi und Claudia mit quietschenden Reifen hinterher, während Heinz verhinderte, dass die Barriere das Auto berührte. Juhui, geschafft! Und somit konnten wir doch noch die Wellness geniessen.
(Claudia)

Um 18.00 Uhr war Treffpunkt für den versprochenen Vortrag über die Mount Evererst - Expedition zweier Walliser Bergsteiger. Killian Volken war leider verhindert und so schauten wir uns im Kinosaal des Hotels Alpenblick den eindrücklichen Film an, während andere sich an der Bar oder im Wellness-Bereich erholten.

Anschliessend Nachtessen, mit Raclette à discretion als Hauptspeise. Bludis Unterhaltung war wie immer nicht langweilig und deshalb unerreicht. Etwas Konkurrenz erwuchs ihm aus der Tatsache, dass der Eishockey Match Zug - Rapperswil beim Stand von 5:5 in die Verlängerung musste und es ziemlich lange dauerte, bis der Sieger feststand. Leider gab es in diesem Zusammenhang dann für uns nichts zu feiern.

Nachdem das am Himmel stattfindende Ereignis - eine Mondfinsternis - ausgiebig bewundert und besprochen wurde, fand der Ausklang an der Bar nach Mitternacht nochmals zu einem kleinen Höhepunkt, als Helena als Geburtstagskind gefeiert werden konnte.

Langsam aber sicher verzogen sich dann alle in die "Privaten Räume", da die Aussichten für einen wunderbaren Sonntag gut standen.
(Marta)


Sonntag, 4. März 2007

"Hurra" unser letzter Tourentag wird endlich mit prachtvoller Morgensonne begrüsst. Vorbei sind die nebelverhangenen trüben Regentage!
Wir stärken uns alle mit einem reichhaltigen Frühstück und da und dort wird ein zünftiges Sandwiches für die bevorstehende Tour zubereitet. Alle sind gut gelaunt und freuen sich über das lang ersehnte schöne Wetter. Es muss alles gepackt und in die Autos verfrachtet werden, da wir an diesem Tag nicht mehr ins Hotel zurückkehren. Es ist auch die Hotelrechnung zu begleichen und Claudia's Spendenhut für die Tourenleiter wartet noch auf milde Gaben. So verlassen wir das Hotel Alpenblick und fahren mit unseren voll bepackten Autos Richtung Oberwald zur Talstation "Hungerberg".

Hier sind wir wohl noch etwas zu früh, denn beim obersten Lift ist die Fahrspur noch nicht präpariert. Mani sucht die Spur unter den hohen Schneeverwehungen, was ihm auch prompt zum Verhängnis wurde! Schlussendlich haben alle diese tückenhafte Bergfahrt geschafft. Vom Tourenleiter Urs werden wir über den bevorstehenden Aufstieg instruiert. Es tauchen da und dort wegen Lawinengefahrt Zweifel auf. Mir, als blutige Anfängerin, wird es echt mulmig und es befallen mich einige Angstschübe. Doch wird mir, und den anderen Zweifelnden, von allen Seiten Mut gemacht. Also wage auch ich mich in den Rachen des Löwen. So wie es uns Urs instruiert hat, reihen wir uns gehorsam alle im 20 Meter Abstand ein und stampfen der Spur entlang. Der teilweise meterhohe Neuschnee wird abwechslungsweise von Urs, Walti und Thomas vorgespurt. Dies erfordert sehr viel Kraft und Schweisstropfen da der Schnee schwer ist und die Sonne brennt mit voller Kraft auf den Südwesthang. Danke, ihr Drei habt super gespurt!
Toll sieht das aus wie alle 29 Teilnehmer gemächlich in einem langen Konvoi den Berg hoch stampfen. Weit oben auf der Berghöhe sehen wir ein Kreuz das wohl unser Ziel sein wird. Enge Spitzkurven bereiten einigen sichtlich Mühe. Doch nach 1 ½ Std. Aufstieg erreichen alle glücklich das Ziel. Erleichtert und auch mit etwas Stolz auf unsere Leistung, gratulieren wir uns gegenseitig und alle geniessen hier auf 2'500 Meter über Meer das grandiose Bergpanorama. Natürlich fehlt es auch hier oben auf dem Berg Gale nicht an Paparazis. Es werden Fotos geschossen wie wild, denn jeder will ein tolles Erinnerungsfoto mit nach Hause nehmen. Durstig und hungrig plündern wir unsere Rucksäcke und wir geniessen diese wunderbare Aussicht. Mulörgeli-Geni zückt sein Mini-Instrument und spielt ein paar stimmungsvolle Berglieder. Unsere zwei Skihäs-chen Doris und Silvia bieten dazu ein Tabledance!

Nach einer Stunde herrscht bereits Aufbruchstimmung und wir schnallen unsere Skier unter die Füsse, startklar für die Abfahrt. Für die weniger alpin erfahrenen heisst das jetzt allen Mut zusammenraffen. Hansruedi übernimmt diese Gruppe und ist unser Vorfahrer. Doch der schwere Schnee macht vielen zu schaffen und es gibt zahlreiche Stürze. Jeder ist froh wenn ihm beim beschwerlichen Aufstehen geholfen wird, denn man bringt sich aus eigener Kraft kaum wieder auf die Beine. Es ist wahrlich eine kraftzehrende, schweisstreibende Abfahrt! Zu guter Letzt haben es doch alle geschafft und wir geniessen die Pistenabfahrt zum Berggasthaus. Hier wird der Durst gelöscht und es herrscht rege Diskussion über die überstandene Tiefschnee-Abfahrt.

Gegen 15.00 Uhr schnallen wir ein letztes mal unsere Skier an und schwingen uns ins Tal zu unseren Autos. Hier heisst es Abschied nehmen und nach Hause fahren. Doch schon am Bahnhof Obergoms treffen wir uns wieder wo wir auf den Huckepack-Zug warten müssen. Einige sind noch voller Übermut und starten ein Schneeballspiel. Manch einer erwischt einen Volltreffer. Offene Autofenster scheinen auch gute Zielscheiben zu sein. Der Zug trifft ein und so heisst es definitiv Abschied nehmen. Bye bye bis zum nächsten Mal.
(Helen)

An dieser Stelle unseren herzlichen Dank den drei Tourenleitern für ihren Einsatz. Nicht zu vergessen auch ein spezielles Dankeschön unserem Musiker Bludi für seine tägliche musikalische Unterhaltung die für tolle Stimmung sorgte. Wir konnten das Tanzbein schwingen, während dessen ihm buchstäblich das Dessert weggegessen wurde!!

Es waren vier tolle und lustige Tage. Trotz mehrheitlich miesem Wetter habt ihr eure gute Laune nicht verderben lassen, es herrschte fröhliche und freundschaftliche Stimmung.








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