Klettersteigwochenende Kandersteg
02.09.2006 - 03.09.2006


Verfasser: Georges
Teilnehmer: 11 Personen
Ort/Region: Kandersteg, Gemmi

Photos:
    

Am frühen Samstagmorgen fuhren 11 SkiklüblerInnen von Jona nach Kandersteg. Nach einer kleinen Stärkung konnte der Spass beginnen. Als erstes Haupthindernis des Tages galt es den Allmenalp-Klettersteig zu bezwingen. Schon beim Einstieg merkten wir, dass wir dort heute nicht alleine unterwegs waren. So kam es halt, dass an den heikleren Passagen das beliebte Staugefühl hervorkam (ein Dank geht ins Wallis ans SAC-Modi). Wir hatten auf jeden Fall genug Zeit die nächsten Griffe ausgiebig vorzubereiten. Der Klettersteig ist abwechslungsreich und meines Erachtens gut gelungen. Neben den teilweise ganz schön ausgesetzten Passagen verlangt vor allem die Seil-Traverse im oberen Drittel von allen viel Respekt. Oben angekommen hatten wir zuerst mal richtig Durst. Punkt!

Etwas später liessen wir uns mit der Seilbahn zum Sunnbühl hochfahren. An zahlreichen OL-Läufern vorbei marschierten wir Richtung Gemmipass. Glücklicherweise haben die unterwegs noch das Restaurant Schwarenbach gebaut, denn wir wurden langsam durstig. Gestärkt überwanden wir auch noch die letzten Höhenmeter bis hinauf zum Berghotel Wildstrubel. Dort wurden wir freundlich empfangen und rundum gut versorgt. Wir waren alle überrascht von der angenehmen Atmosphäre. Freundliche und aufmerksame Bedienung, schöne Zimmer und günstige Preise, das gibt's im Fall auch noch in der Schweiz. Super!

Am nächsten Morgen waren wir bereits knapp nach 7 Uhr zum Abmarsch bereit. Heute galt es schwierigen und langen Klettersteig auf's Daubenhorn zu meistern. Dazu stiegen wir zuerst einmal knapp 300 Meter hinab Richtung Leukerbad immer schön die steilen Felswände im Blickfeld habend. Eine kurze Traverse auf einem Gemspfad und schon standen wir am Einstiegspunkt. Die Wand die es zu bezwingen gilt ist schon eindrücklich steil. So eindrücklich, dass vor Schreck zuerst mal ein Helm talwärts sprang. Mit einer kleinen Abseilaktion konnten wir das gute Stück aber retten (danke Pedro) und unsere Blicke wieder nach oben richten. Zu neunt stiegen wir dann in die Wand ein. Erleichtert durften wir auch feststellen, dass es heute nicht zu einem Stau kommen würde. Der Steig hat zwar einige hilfreiche Leitern drin aber im Vergleich zu den meisten anderen deutlich weniger Eisen. Wir sind zügig vorwärtsgekommen. Vor dem wirklich anspruchsvollen zweiten Teil verliessen uns zwei weitere Mitglieder. Sie nahmen den nicht minder anstrengenden Ausstieg nach der Gemsfreiheit und stiegen von dort nach Leukerbad ab.
In der steilen Wand wurden unsere Oberarme kräftig beansprucht. Vor allem die Bürogummis kamen dies deutlich zu spüren. Nach gut 5 Stunden standen wir erleichtert auf dem Gipfel. Die Nordseite war noch leicht schneebedeckt, aber der Abstieg zum Lämmerenboden ist überhaupt nicht schwer. Das Wetter, das uns beim Einstieg noch ein wenig verunsichert wurde im Tagesverlauf immer freundlicher und b is zuletzt wurden wir mit strahlendem Sonnenschein verwöhnt. Bis wir dann endlich via Schwarenbach zurück beim der Sunnbühl Bergstation waren wir alle recht müde aber unglaublich zufrieden. Es war anstrengend aber wunderschön.

Danke an die Organisatoren für den gelungenen Anlass.









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