Bike Wochenende Lenzerheide
29.06.2014


Verfasser: Kurt Eggmann
Teilnehmer: 33 top motivierte SKRJ–Bikerinnen und Biker
Ort/Region: Lenzerheide

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Das diesjährige Bike Wochenende stellte die Organisatoren gleich zweimal auf die Probe. Zum einen bei der Zimmer Reservierung und das andere mal bei den Leiter, doch dazu später. Die Lenzerheide scheint wirklich eine gefragte Bike Region zu sein, denn nur so lässt sich die hohe Zahl von Anmeldungen erklären. Dies hatte zur Folge, dass die bereits optimistisch angenommene Anzahl reservierter Zimmer nicht ausreichten. Trotz vieler guter Worte und Anstrengungen schafften wir es nicht, für alle 35 Interessente ein Bett zu organisieren. Dies hatte zur Folge, dass wir leider Zweien absagen mussten.

Somit fuhren 33 top motivierte SKRJ – Bikerinnen und Biker am Samstag dem 28. Juni mehr oder weniger frisch Richtung Lenzerheide. Bei gewissen machte sich die kurze Nacht bedingt durch das Jazzfestival vom Freitagabend bemerkbar. Spätestens beim Eintreffen im Hotel Dieschen, beim Kaffee und bereitmachen zur ersten Tour waren diese Anzeichen verflogen. Das Wetter wie auch die Temperatur stimmten perfekt und die Aussicht, dass die ersten Höhenmeter bei einigen mit dem Sessellift zurückgelegt werden, sorgte für eine gute Stimmung.

Wie oben erwähnt wurden die Organisatoren Barbara, Heidi und Kurt nochmals auf die Probe gestellt, denn es ist sicher ein Novum, dass gleich zwei aus diesem Team aus gesundheitlichen Gründen ihren geplanten Job als Gruppenleiter nicht wahrnehmen konnten. Für Barbara ist Koni Vogt eingesprungen und kurzfristig hat sich mein Namensvetter, Kurt Waldvogel bereit erklärt die Gruppe II zu übernehmen.

So starteten die drei Gruppen nicht ohne entsprechende Kommentare in unterschiedliche Richtungen zum ersten Biketag. Die Gruppen I und II durften, wie oben erwähnt, den Sessellift Richtung Scalottas nutzen um sich auf rassigen Abfahrten Richtung Valbella einzufahren. Nach Parpan ging es für die „Profis“ leicht ansteigend via Oberberg der rechten Talseite entlang nach Runcalier. Von hier hat man einen herrlichen Ausblick auf die kleinste Alpenstadt, Chur und den Calanda wie auch hinüber zum Mittagsziel Brambrüesch.

Von der Alp Runcalier geht’s auf Singletrails und Forstwegen rassig runter via Passugg an die Plessur und durch einen Teil von Chur zur Luftseilbahn Brambrüesch. Es ist für alle sicher wesentlich gemütlicher die rund 1000 Höhenmeter mit den beiden Gondelbahnen zurückzulegen als hoch zu strampeln. Gleichzeitig bietet sich beim Hochfahren die Gelegenheit die Downhill Freaks mit ihren Bikes und Ausrüstungen genauer zu betrachten.

Die Gruppe II nahm den Weg nach Chur mit weniger Höhenmeter unter die Räder. Nach Parpan ging‘s weiter auf Singletrails nach Churwalden und von da war geplant dem Polenweg bis nach Passugg zu folgen. Nicht nur auf Autostrassen, nein auch auf Forstwegen lauern Umleitungen. So durfte die Gruppe II, bestehende mehrheitlich aus Damen, eine Umleitungen fahren bis sie dann in Malix auf den Polenweg einschwenken konnte. Von da ging’s ebenfalls via Passugg zur Luftseilbahn Station in Chur.

Beide Gruppen stärkten sich im Sporthotel Brambrüesch bevor sie am Nachmittag auf verschiedenen Wegen wieder Richtung Lenzerheide aufbrachen. Das Wetter zeigte sich weiterhin von der sonnigen Seite, so dass man das volle Programm durchzog. Das hiess für die Gruppe I noch einige wenige Höhenmeter um dann auf einem Singletrail Richtung Pradaschier zu fahren. Von dort an waren kräftige Hände (an den Bremsen) für die ruppige Abfahrt nach Churwalden wichtig um von dort die letzten 350 Höhenmeter zurück zum Hotel in Angriff zu nehmen. Die Gruppe II versuchte sich zuerst auf einem sehr anspruchsvollen Singletrail und danach wieder auf gut fahrbaren Wegen Churwalden zeitig zu erreichen. Galt es doch hier den Sessellift hoch zur Alp Stätz zu erwischen. Von dort führte die Strecke über Valbella und einer kurzen Gegensteigung zurück zum Hotel.

Im Gegensatz zu den besagten zwei Gruppen führte die Strecke der Gruppe III über coupiertes Gelände Richtung Süden wo eine Zusatzschlaufe mit einer nicht sehr langen aber anspruchsvollen Abfahrt aufwartete. Nach Lantsch querte man die neue Biathlonanlage um von dort zum Aussichtspunkt Crap la Tretscha zu gelangen. Dieser Punkt bietet eine traumhafte Aussicht Richtung Savognin. Der Weg drehte nach Norden und somit wieder zurück Richtung Lenzerheide. Gemütlich ging’s dem Golfplatz entlang zur gegenüberliegenden Talseite und weiter Richtung Lain. Die Strecke bis kurz vor dem Abzweiger Lain durfte genossen werden, denn es stand noch ein „Leckerbissen“ an. Es galt vor dem Mittagessen auf ca. 2 km über 150 Höhenmeter zu meistern. Die Kommentare der Ankommenden bietet eine schöne Übersicht über das Verhältnis zu diesem „Leckerbissen“. Von „Super“ bis „gads no, uh sträng“ war alles dabei. Empfangen wurde die Gruppe von den 3 Nichtbikern, Barbara, Dieter und Kurt welche es sich nicht nehmen liessen jede Fahrerin und jeden Fahrer mit motivierenden Worten und einem „Prost“ zu empfangen. Beim Z‘mittag im Restaurant des Hotels Guardaval in Sporz überwiegten Bündnerspezialitäten wie Capuns oder Pizokel.

Auch die Gruppe III wollte natürlich von der kostenfreien Benützung der Bergbahnen profitieren, dies jedoch auf eine angenehmer Art. So fuhr man nach dem Essen direkt zurück ins Hotel um danach noch einen Abstecher aufs Parpaner Rothorn zu machen. Die Aussicht in die Bündner Berge reduzierte sich relativ schnell auf den Blick in die Wolken. Aus Westen nahten bereits erste schwarzen „Brummer“. Dem Skiklub entsprechend wurden nun Wetterprognosen entwickelt die sich mehrheitlich unter die Rubrik „die Hoffnung stirbt zuletzt“ einreihen liessen. Da wurde spekuliert, dass der Wetterbericht für Sonntag je nicht stimme und uns eventuell der Föhn, mittlerweile nicht nur der älteste Glarner, sondern auch der älteste Bündner, zu Hilfe eile.

Um 18:30 Uhr lud der Skiklub zum traditionellen Apéro. An dieser Stelle herzlichen Dank an den Vorstand. Wer die Mitglieder des Klubs kennt weiss, dass man sich nun gegenseitig über die Tageserlebnisse intensiv und nicht gerade leise unterhält. Dieser „Kommunikationsmarathon“ hielt auch nach dem ausgezeichneten Nachtessen im voll besetzten Hotel an. Für einige endete der Abend in der Bar bei den ersten Spielen der Fussball WM oder beim Fachsimplen über das Bikematerial. Ab und zu kam man auf die oben bereits erwähnten Wettervorhersagen zurück und warf ein Blick nach draussen. Die selbsternannten Wetterfrösche teilten voller Stolz jeweils mit: „äs isch no trochä“.

Am Morgen zeigte ein Blick nach draussen ein komplett anderes Bild. Regnete es doch bereits, die Wolken hingen tief und die Temperaturen glichen eher denen eines Spätherbsts als denen eines Sommers. Für das „OK“ war der Entscheid, nach dem ausgiebigen Morgenbuffet die Heimreise anzutreten, schnell gefällt. Mittlerweile regnete es nicht mehr, nein, es schüttete aus vollen Kübeln und nach dem Verladen der Bikes waren einige der Teilnehmer bereits patschnass. So kam es, dass die Heimreise ohne zusätzliche Tour und von denen gibt’s auf der Heid noch einige, gegen 11:00 Uhr angetreten wurde.

Einen grossen Dank gilt Hanspeter Helbling und Kurt Waldvogel für den perfekten Biketransport und fürs Führen der Gruppen I u. II, Heidi Zahner und Koni Vogt für das Leiten der Gruppe III sowie Barbara für das Rekognoszieren und planen der Routen. Der grösste Dank gilt jedoch unseren Teilnehmern welche mit ihrer guten Laune zu einem gelungenen Weekend beigetragen haben.

Zum Schluss wie immer die Frage aller Fragen; wer organisiert das Bike Weekend 2015? Wir suchten die Gespräche mit verschiedensten Kandidaten und es freut mich persönlich sehr, dass Susanne und Röbi Guggenbühl spontan zugesagt haben. Somit können wir uns bereits heute auf ein nächstes Bike Wochenende, hoffentlich mit besserem Draht zu Petrus, freuen.









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